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Rückblick 2021: Venedig, Androiden und wieder mal das Einhorn

Aktualisiert: 11. Juni

Ein weiteres Schreibjahr geht vorüber und ich freue mich, dass auch 2021 viele schöne Anthologien das Licht der Welt erblickt haben. Ich persönlich schaue dabei auf eine wunderbare Mischung aus alten und neuen Geschichten.


Jahresrückblick 2021 Kornelia Schmid Autorin

Anthologie Tod des Helden Kornelia Schmid

Die Anthologie "Tod des Helden", erschienen im Januar, stellte mich als Autorin vor einer besondere Herausforderung: Wie gestaltet man eine Geschichte spannend, wenn die Leser:innen von Anfang an wissen, dass der Protagonist nicht überleben wird? Ich habe mich für eine Handlungsschleife entschieden und dafür, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Deshalb ist der erste Satz aus "Der Ton einer Harfensaite": "Heute bist du gestorben."

Die Anthologie gibt es überall im Buchhandel und beim Verlag: https://saphir-im-stahl.de/produkt/tod-des-helden/


Nachtrag 2022: Am Donnerstag den 24. Februar gab es im Rahmen der Sendereihe "Witches on Air" auf "Radio Orange" einen Auszug aus meiner Geschichte "Der Ton einer Harfensaite" und ein Interview dazu auf die Ohren. Und passende Musik war auch mit dabei.


Wer die Sendung verpasst, kann sie im Archiv hören: https://cba.fro.at/548771.

Dort findet ihr übrigens auch schon die erste Sendung über die Anthologie vom Oktober 2021: https://cba.fro.at/525504. 


Anthologie Das Dampfbein schwingen Kornelia Schmid Steampunk

Im Februar ging es weiter mit "Das Dampfbein schwingen". Bei "Fenice" handelt es sich um meine erste Steampunkgeschichte. Wer schon einmal in Venedig war, dem ist der Titel der Geschichte (italienisch für „Phönix“) bestimmt ein Begriff: Das Gran Teatro La Fenice di Venezia ist dort das berühmteste Opernhaus. Das liegt auch an seiner turbulenten Vergangenheit: Das Gebäude brannte dreimal vollständig nieder und wurde aus der Asche wiederaufgebaut (daher der Name). Meine Geschichte spielt 1836 in besagtem Opernhaus. Zu dieser Zeit gehörte Venedig als Teil des Königreichs Lombardo-Venetien zu Österreich. Als historische Persönlichkeit tritt entsprechend die österreichische Sängerin Caroline Maria Unger in meiner Geschichte auf. Wirklich historisch korrekt ist das Ganze bei mir aber nicht – natürlich nicht, sonst hätte ich kaum Motorschiffe und Putzautomaten einbauen dürfen.


Ich selber war schon mehrfach in Venedig. Im Teatro La Fenice war ich 2015. Damals habe ich mir ein paar Stichpunkte ins Notizbuch (das ich als vorbildliche Autorin natürlich immer mit mir führe) gemacht und mir vorgenommen, die Geschichte des Opernhauses irgendwie irgendwann mal literarisch zu verarbeiten – es hat dann allerdings fünf Jahre gedauert, bis es soweit war. Herausgekommen ist ein Text, in dem sich der ganz eigene Moder dieser Stadt mit Feuer und Dampf vermischen.


Die Anthologie gibt es überall im Buchhandel und beim Verlag: https://www.ohneohren.com/shop/Das-Dampfbein-schwingen-TASCHENBUCH-p286743379


Anthologie Singularitätsebenen Kornelia Schmid Science Fiction

Im März kam mit "Singularitätsebenen" ein weiterer Ausflug ins Science-Fiction-Genre zustande, das mir immer mehr ans Herz wächst. Meine Geschichte "Licht hinfort" spürt einem Thema nach, das durchaus als Klassiker gelten darf: Die Frage nach der Menschlichkeit. Sind es Gefühle, die uns menschlich machen oder ist es vielleicht etwas ganz anderes? Ist es womöglich der Tod, der uns erst menschlich macht? Besonders gefreut hat mich, dass bei diesem Text auch drei Online-Lesungen zustande kamen. Die Veranstaltung der Brennenden Buchstaben findet ihr zum Nachsehen auf YouTube: https://www.youtube.com/live/Zr32SsPjni0?si=5-5mBW1GR-8b-7d3. Hier wurden mehrere Geschichten aus der Anthologie gelesen und dabei sogar virtuelle Kulissen gebaut, die man über Second Life besichtigen konnte.


Die Anthologie gibt es überall im Buchhandel: https://www.amazon.de/gp/product/B08VJDN49Y/.


Anthologie Zu neuen Ufern Kornelia Schmid

In "Zu neuen Ufern" erschien im Juli eine kurze Geschichte, die mich schon sehr lange begleitet. Tatsächlich war "Außer Fahrplan" eine der ersten richtigen Kurzgeschichten, die ich überhaupt in meinem Leben geschrieben habe. Sie ist 2014 in meiner Schreibwerkstatt an der Universität Regensburg entstanden. Ohne die Schreibwerkstatt hätte ich heute womöglich keine einzige Kurzgeschichte veröffentlicht. Früher habe ich ausschließlich Fantasy-Romane geschrieben - Hauptsache lang und episch. Kurzgeschichten erfordern für mich eine ganz andere Herangehensweise: andere Struktur, anderer Sprachduktus, andere Themen. All das musste ich erst lernen – und an Übung mangelte es dabei nicht: Über zwei Semester hinweg jede Woche eine neue Kurzgeschichte, das war die Devise der Schreibwerkstatt. So habe ich auch begonnen, mich in neuen Themen und Genres auszuprobieren, die ich mir vorher gar nicht zugetraut hätte. Und ich war erstaunt zu merken: Kann ich auch.


"Außer Fahrplan" hat lange keine passende Heimat gefunden. Der Text ist insofern biografisch, als dass er mir in den Sinn kam, als ich selbst frierend im Winter bei starkem Schneefall und Dunkelheit an einem Kleinstadtbahnhof stand und ein finsterer Güterzug vorbeiraste. Diese Kälte wollte ich später unbedingt einfangen.

Die Anthologie gibt es überall im Buchhandel und beim Verlag: http://schreiblust-verlag.de/verlagsprogramm/ufer.



Ebenfalls im Juli eine verwandte Veröffentlichung: Meine Geschichte "Explosion aus Sein" ist 2018 beim Schreiblust Verlag in der Anthologie "Dreh mir die Zeit zurück" erschienen. Neu ist aber: Die Geschichte kann man jetzt auch hören und zwar bei smartstorys. Dort erhalten alle Fans von Hörbüchern einen Online-Zugang fürs Handy oder für den PC, um zufällig ausgewählte Kurzgeschichten abgespielt zu bekommen. Und "Explosion aus Sein" ist inzwischen auch in der Auswahl von aktuell über 800 Texten zu finden.


Die Geschichte stammt aus der Frühphase meines Kurzgeschichtenschaffens, nämlich aus 2015. Ich habe sie im Rahmen meiner Schreibwerkstatt an der Universität Regensburg verfasst. Trotz des Motivs des Zauberspiegels ist die Geschichte nun nicht direkt Fantasy und zudem sprachlich ein wenig experimenteller. Aber diese vielleicht etwas ungewöhnlichere Facette meine Oeuvres liegt mir genauso am Herzen. Und dass "Explosion aus Sein" nun nicht nur einmal, sondern gleich zweimal veröffentlicht wurde, freut mich besonders.


Ihr könnt die Geschichte über smartstorys hören: https://www.smartstorys.at/

oder "Dreh mir die Zeit zurück" beim Verlag bestellen: http://schreiblust-verlag.de/verlagsprogramm/dreh_zeit_zurueck. 


Anthologie Göttergarn Kornelia Schmid Funtastik

Im Oktober dann eine Rückkehr zu Bewährtem: Das Einhorn aus "SCHNITTERGARN" erlebt in "Göttergarn" sein fulminantes Comeback! Jippie! Die Geschichte, in der das Einhorn gemeinsam mit dem Apostel Paulus durch die Götterwelt zieht und dabei eine Verschwörung aufdeckt, ist dezidiert bekloppt und hat beim Schreiben viel Spaß gemacht. Fortsetzung folgt.

Die Anthologie gibt es überall im Buchhandel umd beim Verlag: https://leserattenverlag.de/shop/Anthologien/GOeTTERGARN::45.html


Am 26. November noch eine Auszeichnung für eine Anthologie aus dem Vorjahr: Der "Skoutz-Award" wurde verliehen, dieses Jahr auch wieder online. Und das "Kürbisgemetzel" hat nicht nur den Sprung von der Midlist auf die Shortlist geschafft, sondern sogar Gold geholt! Herzlichen Glückwünsch auch allen anderen Gewinner:innen!


Ich freue mich, mit meiner Geschichte "Zwischen Ewigkeitssteinen" Teil dieser vielseitigen Anthologie zu sein, die sich mit Halloween, Samhain, Allerheiligen und allerhand Geistern, Gespenstern und – vor allem – sprechenden Kürbissen beschäftigt. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches kommt einer sozialen Organisation zugute.


Das Finale zum Nachlesen gibt's hier: https://skoutz.de/skoutz-award-die-siegertitel-2021/ 

Zu "Kürbisgemetzel" bei BoD geht's hier: https://www.bod.de/buchshop/kuerbisgemetzel-9783751980517 


Das kommende Jahr 2022 hält auf jeden Fall viel Neues bereit: Einige Verträge sind bereits unterschrieben, aber da kommt bestimmt noch mehr.





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