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Rückblick 2025: Steinzeit und Flamingos

Nanu, was war da 2025 los? Es will scheinen, als würden meine Veröffentlichungen von Jahr zu Jahr weniger. Dieses Jahr gab es jedenfalls diverse Verzögerungen, sodass an dieser Stelle nur zwei Bücher stehen. Aber macht nichts, 2026 ist ja auch noch ein Jahr.


Jahresrückblick High Fantasy 2025

Kurzgeschichten: Trolle


Es hätte eine Katzengeschichte geben sollen, eine Vampirgeschichte, eine Wintergeschichte und einen Ausflug ins historische Venedig. Vier Anthologien – vier Terminverschiebungen. Nicht bei allen ist klar, ob sie überhaupt noch erscheinen. Aber ich bleibe optimistisch: Wenn alles gut geht, sind das auf jeden Fall schon vier Texte von mir, die ihr dann nächstes Jahr lesen könnt. Ein fünfter ist diese Woche noch dazugekommen.


Anthologie Trolle Fabelwesen

Tatsächlich erschienen ist im Oktober meine Geschichte "Der Schein unter dem Wasser" in der Anthologie "Trolle – Das geheime Leben der Fabelwesen 2". Die Geschichte hat neben ein bisschen Schnee ein afrikanisch inspiriertes Setting.


Vereinzelt habe ich auch Kurzgeschichten geschrieben und eingereicht. Hier sind die Wettbewerbe noch nicht abgeschlossen und wie es konkret weitergeht, ist offen. Infos dazu wird es geben, sobald ich Genaueres weiß.


Auch wenn mein Kurzgeschichtenleben dieses Jahr also etwas dünn erscheint, ist durchaus etwas passiert und es werden wieder bessere Zeiten kommen. Während ich diesen Artikel verfasse, habe ich jedenfalls wieder Lust auf Kurzgeschichten. Vielleicht sind die Weihnachtsfeiertage ohnehin der perfekte Zeitpunkt für solche Projekte.


Romane: Steinkreise und Irrlichter


High Fantasy Einzelband Steinzeit

2025 stand im Zeichen "Steinzeit". Ich habe letztes Jahr im Herbst spontan ein Romanfragment, das ich vor einigen Jahren geschrieben habe, wieder ausgegraben und beschlossen, es zu überarbeiten und zu einem Ende zu führen. Das ist mir auch geglückt. Ich habe den Roman in wenigen Monaten abgeschlossen. Weil Schreiben nicht unbedingt der aufwändigste Teil am Schreiben ist, gingen danach noch einige Monate ins Land, in der ich die Veröffentlichung vorbereitet habe. Zum ersten Mal habe ich mich bei einem Roman fürs Selfpublishing entschieden, was sich als goldrichtig erwiesen hat. Dabei habe ich auch Neues gelernt bzw. lernen müssen (zum Beispiel, wie man einen einigermaßen ansehnlichen Buchsatz erstellt), von dem ich in Zukunft sicher zehren kann.


Im September ist "Die Stimme im Licht" schließlich erschienen. Bei diesem Projekt habe ich High Fantasy mit Steinzeit gemischt und meines Wissens ist "Die Stimme im Licht" tatsächlich das einzige Buch mit dieser Kombination am deutschsprachigen Buchmarkt. Dieses Experiment hat schon einige Fans gefunden, was mich natürlich sehr freut.


Kritische Stimmen gab es auch (das ist der Fluch der höheren Reichweite), was mich nur halb überrascht hat. Denn der Fantasymarkt wird im Moment von Romantasy dominiert und das ist "Die Stimme im Licht" definitiv nicht. Ja, es gibt eine Beziehungsthematik und vielleicht sogar Liebe, aber die Erzählstruktur folgt nicht den Mustern, die in der Romantasy Programm sind. Dass eingesessene Fans dieses Genres an "Die Stimme im Licht" deswegen nicht unbedingt große Freude haben, war erwartbar. Dass das Erzählen aus vier Perspektiven (was ich persönlich als wenig empfinde, die letzten Romane hatten deutlich mehr) jedoch für einige Leser:innen ein derartiges Hindernis war, hat mich doch erstaunt. Gerade als Literaturwissenschaftlicherin bedauere ich es sehr, dass der Massenmarkt im Moment jegliche Form der Komplexität (und sei sie noch so unerheblich) derart ablehnt. Aber nun, es war im Vorfeld klar, dass dieses Buch kein Buch für den Mainstream ist und das werden auch meine künftigen Bücher nicht sein – es sei denn eine Trendwende tritt ein und plötzlich wird Fantasy zum Mitdenken der heiße Scheiß. Könnte ja sein.


Ich freue mich auf jeden Fall, das Buch auf der nächsten Leipziger Buchmesse einer größeren Leser:innengruppe zu präsentieren und habe keinen Zweifel daran, dass Fans von Fantasy abseits des Mainstreams bei mir fündig werden.


Veranstaltungen: große und kleine Messen


Auch dieses Jahr war ich wieder auf der Leipziger Buchmesse und habe den Besucherrekord live miterlebt. Es ist ein schönes Signal für die Buchbranche, dass es so viele Lesebegeisterte auf die Messe gezogen hat. Ich habe vor Ort aus "Das Licht hinter dem Wind" gelesen und natürlich auch einige meiner Bücher verkauft.


Als kleinere Messen standen dieses Jahr erstmals die Seitenzauber in Ingolstadt und die Augsbuch in Augsburg auf dem Programm. Die Stimmung war hier anders als in Leipzig, aber das meine ich auf eine positive Art und Weise. Familiärere Buchmessen haben ihren ganz eigenen Reiz und ziehen auch eine andere Art von Besucher:innen an.


Mit den Münchner Schreiberlingen war ich außerdem zwei Tage auf dem GarchingCon, und hatte meine Science-Fiction-Anthologien mit dabei. Auch am Weihnachtsmarkt sowohl in Trudering als auch Riem (beides München) hatte ich dieses Jahr einen Stand und war mir mit vielen Käufer:innen einig, dass Bücher hervorragende Weihnachtsgeschenke sind (die allerbesten, würde ich meinen).


Man kann also sagen, ich war dieses Jahr durchaus viel unterwegs. Nicht geschafft habe ich es leider zur Frankfurter Buchmesse, wo das Stipendium des Phantastik-Autor*innen-Netzwerkes (PAN) verliehen wurde, bei dem mein Projekt "Der Palast im Regen" auf der Shortlist für den besten Roman stand. Mit etwas Glück steht die Frankfurter Buchmesse dann nächstes Jahr bei mir auf dem Programm (und dazu natürlich der BuCon, der dieses Jahr ebenfalls für mich entfallen musste).


Lektorat: ein guter Auftakt


Am Anfang des Jahres habe ich mich als freie Lektorin selbstständig gemacht. Natürlich war mir klar, dass diese Tätigkeit nicht von Null auf sofort zur Vollzeitbeschäftigung wird. Das war auch gar nicht geplant (dafür hätte ich im Moment gar nicht die Kapazitäten). Umso mehr freut es mich, dass mir einige Autor:innen ihr Vertrauen geschenkt haben und ich mit ihnen an ihren Manuskripten arbeiten durfte. Ich bin gespannt, welche interessanten Projekte mir das nächste Jahr ins Postfach schickt. Ich werde dann wohl auch mehr Slots anbieten können als im Moment, deswegen (Achtung Werbeblock): Wenn ihr noch auf der Suche nach einer professionellen Lektorin seid, meldet euch gerne.


Ausblick: beinahe fertige Projekte


Meine erste Veröffentlichung im nächsten Jahr wird meine schon etwas überfällige Kurzgeschichtensammlung "Tempelfeuer" sein. Wie üblich gibt es zehn Geschichten in unterschiedlichen Settings. Hier ist alles fertig und dem Erscheinungstermin im Februar steht nichts im Weg.


An der Romanfront wird mein Dschungelprojekt das Licht der Welt erblicken. "Der Palast im Regen" ist ebenfalls so gut wie fertig und soll im April erschienen. Wenn alles wie geplant läuft (wovon ich ausgehe), werde ich zur Leipziger Buchmesse im März bereits die ersten Exemplare für einen Vorverkauf im Gepäck haben.


Damit ist die erste Jahreshälfte mit Veröffentlichungen gut bestückt. Mit etwas Glück werden zwischendrin ein paar der ausstehenden Anthologien erscheinen. Am übernächsten Roman arbeite ich bereits: Hier geht es in die Südsee. Ob dieses Projekt noch 2026 fertig wird oder doch eher 2027, halte ich mir offen.


Unspezifischere Ideen habe ich auch. Irgendwann wird es sicher noch eine vierte Kurzgeschichtensammlung geben, wenngleich ich nicht nächstes Jahr damit plane. Auch spiele ich mit dem Gedanken, meine längeren Science-Fiction-Geschichten noch einmal neu herauszubringen. Vielleicht gemeinsam mit einer Fortsetzung (die sich zumindest bei dem einen Text doch stark aufdrängen würde)? Oder wäre vielleicht eine Science-Fiction-Kurzgeschichtensammlung mit allen meinen Texten der bessere Weg? Jedenfalls, nachdem "Tempelfeuer" ja nun endlich kommt, habe ich Zeit und vor allem Muße, hier ein Nachfolgeprojekt auf den Weg zu bringen, also etwas, das mit meinen Kurzgeschichten zu tun hat (auch, wenn es am Ende vielleicht doch eine Einzelveröffentlichung ist).


Ich fasse zusammen: Zwei Veröffentlichungen ("Tempelfeuer" und "Der Palast im Regen") sind 2026 sicher. 5 Anthologien würden zumindest anstehen. Die Zahl könnte noch größer werden, weil ich auch noch 3 Geschichten bei Wettbewerben eingereicht habe. Vermutlich werde ich auch im nächsten Jahr bei irgendwelchen Anthologieausschreibungen mitmachen. Also mal sehen, ob 2026 so üppig wird, wie 2025 karg war.



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